offener
2-phasiger Wettbewerb
"Prinz-Eugen-Kaserne"
Standort / Jahr
München / 2009
Wettbewerbsauslober
Landeshauptstadt München
Blumenstraße 28
80331 München
Fläche Wettbewerbsgebiet
ca. 340.000 m2
Geschoßfläche Neubauten
ca. 161.800 m2
Leistungsumfang
Leistungsphase 3 (Entwurfsplanung)
Auszug Auslobungstext
"Die Prinz-Eugen-Kaserne wurde ab 1934 ursprünglich als Luftwaffenkaserne „Lohengrin-
Kaserne“ an der Cosimastraße errichtet. Nach kurzzeitiger Nutzung des Areals durch US-Truppen ab 1945 wurde
das Areal ab 1956 als Pionierschule der Bundeswehr zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der
anhaltenden allgemeinen Truppenreduzierung der Bundeswehr hat die Bundesrepublik Deutschland
die Auflösung und Freigabe der Prinz-Eugen-Kaserne in Aussicht gestellt.
Auf dem Gelände der Prinz-Eugen-Kaserne besteht die Möglichkeit ein Quartier zu entwickeln,
das die bisherige Stadtlandschaft im Stadtteil Englschalking Weise ergänzen und bereichern kann.
Gesucht werden Lösungsansätze für die Gesamtentwicklung dieser Konversionsfläche. Für das
Wettbewerbsgelände sollen zukunftweisende Formen von Wohnen in Verbindung mit öffentlichen Einrichtungen,
Versorgung und Erholung aufgezeigt werden."
Auszug Erläuterungstext
"Die Struktur des Stadtteils Englschalking ist heterogen geprägt. An Bau-
und Freiraumstrukturen finden sich der Dorfkern, die Geschoßwohnungsbauten der
Grosswohnsiedlung Fideliopark, sowie beidseitig der Cosimastraße Quartiere mit
Einfamilien- und Reihenhäusern, niedrigem Geschoßwohnungsbau und Kleingartenkolonien.
Der Stadtteil ist stark durchgrünt.
Der Vorschlag zur Gestaltung des neuen Wohnquartiers auf den Flächen der Prinz-Eugen-Kaserne
greift die vorgefundenen heterogenen Strukturen auf und interpretiert diese in klaren Bebauungs-
und Freiraumstrukturen. Die Bebauungsstrukturen orientieren sich nach aussen entlang grosser
öffentlicher Freiraumstrukturen (Anger, Park, Biotopverbund). Sie sind in unterschiedliche
Bauteile differenziert (Höhe, Dichte, Nutzungsmischung, unterschiedliche Wohnformen),
die nach innen um halböffentliche und private Höfe und Gärten gruppiert sind.
Das Strassennetz des neuen Wohnquartiers wird an der Ecke Cosima-Wesendonkstrasse im Nordwesten
und Ecke Cosima-Lohengrinstrasse im Südwesten an das öffentliche Erschließungsnetz angebunden.
Das Quartier wird von zwei Schleifen erschlossen, die mit Sackgassen ergänzt sind. Die kleinere
Schleife westlich dient gleichzeitig als Erschließung der Grundschule. Das durch die Grundschule
erzeugte Verkehrsaufkommen belastet aufgrund der Verkehrsführung über einen möglichst kurzen Weg
die östlich liegenden Bereiche nicht.
Das neue Wohnquartier ist von einem dichten Fuß- und Radwegenetz durchzogen. Dieses verknüpft und ergänzt
auch übergeordnete Wegebeziehungen in West-Ost-Richtung zwischen Cosimastrasse (West) und Stradellastrasse (Ost)
und in Nord-Süd-Richtung zwischen Salzsenderweg (Nord) und Meistersingerstrasse (Süd).
Die Freiraum- und Grünstrukturen des neuen Wohnquartiers werden mit den südlich und nördlich angrenzenden
Strukturen verbunden und an die übergeordneten Strukturen angebunden (westlich zu Isar und Englischen Garten,
östlich zu Stadtrand mit Übergang zu freier Landschaft, nördlich zu Naherholungsgebiet Feringasee).
Als öffentliche Frei- und Grünflächen werden die Grüngürtel im Norden, Süden und Osten, der neue Anger in
Nord-Süd-Richtung westlich, der Biotopverbund in West-Ost-Richtung, sowie der neue Park östlich vorgesehen.
Die Freiflächen sind mit verschiedenen Nutzungen und Angeboten für alle Altersgruppen belegt.
Die grossen privaten Freiflächen sind in den Innenhöfen nördlich und westlich, sowie als Gärten östlich und
südlich angeordnet. Sie sind gegliedert in private Wohnungsgärten und in gemeinschaftliche Freiflächen. Die
privaten Freiflächen für Wohnungen in Obergeschossen werden als Loggien und Dachterrassen angeboten.
Aufgrund der großzügigen Freiraumstrukturen im neuen Wohnquartier können fast alle bestehenden Biotope,
sowie ein Großteil der bestehenden Bäume und Gehölze erhalten bleiben."